Untere Extremitäten
Der Pelvis besteht aus den beiden Hüftbeinen, dem Kreuzbein und dem Steißbein. Das Hüftbein wiederum gliedert sich in Darmbein, Sitzbein und Schambein. Diese drei Knochen synostieren in der Pubertät in der Hüftgelenkspfanne. In dieser Zeit verändert sich das Becken geschlechtsspezifisch: das weibliche Becken wird breit, niedrig und ausladend, während das mänliche enger, höher und schmäler wird. Die beiden Hüftbeine sind ventral über die Symphyse verbunden.
Beim aufrechten Stand wird die Körperlast mittels der Gewölbekonstruktion vom Kreuzbein über das Darmbein auf die Oberschenkel übertragen. Dieses Gewölbe wird ventral durch die Schambeinäste und die Symphyse fest verankert.
In der Hüftgelenkspfanne verschmelzen Darmbein, Schambein und Sitzbein und bilden so eine Pfanne für das Kugelgelenk des Femur. Die Gelenkspfanne, die etwa zwei Drittel des Femurkopfes umgibt, wird am Rand von einer Knorpellippe verstärkt und enthält einen Fettposter, von dem ein kleines Band mit Gefäßen zum Femur zieht. Femurseitig sitzt die Kapsel am Schenkelhals an.
Unter den Bändern, die die Gelenkskapsel verstärken, findet sich das stärkste Band des menschlichen Körpers: das Band vom Darmbein und Oberschenkel mit einer Zugfestigkeit von 350kg.

Untere Gliedmaßen
Bei den unteren Gliedmaßen unterscheidet man Femur, Tibia und Fibula.
Der Aufbau ähnelt der oberen Extremitäten, unterscheidet sich jedoch in der Funktion. Genau wie zwischen Ulna und Radius spannt sich zwischen Tibia und Fibula eine Bindegewebshaut, die als Muskelursprungsgebiet dient.
Die Patella ist der gößte Sesamknochen des menschlichen Körpers. Sie ist in die Sehne des Vierköpfigen Oberschenkelmuskels eingewoben.
Im Unterschied zu den oberen Extremitäten artikuliert die Fibula nicht mit dem Kniegelenk.
Die Tibia bildet den medialen Knöchel, die Fibula den lateralen.
Knie
Das Kniegelenk ist ein Drehscharniergelenk und das größte und komplizierteste Gelenk im Körper. Zwischen Femur und Tibia liegen sichelartige, halbmondförmige Faserknorpelstücke, die Menisken. Sie dienen als Stoßdämpfer.
Stabilisiert wird das Gelenk durch starke Bänder, insbesondere das vordere und hintere Kreuzband sowie das Innen- und Außenband. Diese Seitenbänder werden bei gestrecktem Knie gespannt, während die Kreuzbänder dabei erschlaffen. Umgekehrt verhält es sich bei gebeugtem Knie.
Im Gegensatz zur Außenseite ist der mediale Meniskus ist mit dem Innenband verwachsen und daher verletzungsanfälliger.
Im Kniegelenk gibt es mehrere Schleimbeutel, von denen einige mit der Gelenkkapsel in direkter Verbindung stehen und den Druckausgleich sowie die Gleitfähigkeit unterstützen.

Füße
Der Fuß besteht aus sieben Fußwurzelknochen, fünf Mittelfußknochen, und fünf Zehen, wobei die große Zehe zweigliedrig ist, die restlichen dreigliedrig.
Das obere Sprunggelenk wird aus Tibia, Fibula und Talus gebildet und ist ein Scharniergelenk. Das untere Sprunggelenk wird aus Talus, Fersenbein und Kahnbein gebildet und ist ein Zapfengelenk.
Die Fußwurzel und Mittelfußknochen sind straffe Gelenke, die Zehengrundgelenke Kugelgelenke und die Zehengelenke selbst Scharniergelenke.
Im hinteren Abschnitt des Fußskelettes liegen die Knochen übereinander, im vorderen Abschnitt jedoch nebeneinander. Dadurch ist der Fuß ist vorne breit und flach, hinten schmal und hoch und bildet so das Fußgewölbe. Es trägt die gesamte Last des Körpers und ist zusammen mit dem restlichen Fuß entscheidend für die gesamte Statik des Körpers. Fehlstellungen, deren Ursprung im Fuß liegen, setzen sich über den ganzen Körper fort und führen zu Fehlstellungen in der Wirbelsäule, Schmerzen im Rückenbereich, Kopfschmerzen bis hin zu Störungen von Organen.

Muskulatur
Beckenboden
Der Beckenboden ist eine Muskelplatte, der den Beckenausgang des Skeletts nach unten hin begrenzt. Er hat eine wesentliche tragende Funktion für die Organe des kleinen Beckens.
Eine schwache Beckenbodenmuskulatur kann zu Rückenschmerzen, Migräne und Blasenschwäche bzw. Inkontinenz führen und ist vor allem bei Frauen weit verbreitet.
Die beste Methode um die Beckenbodenmuskulatur zu trainieren, ist Sex und Masturbation.
Weitere wichtige Muskeln
- M.Gluteus Maximus
- M.Biceps Femoris
- M.Iliopsoas bestehend aus M.Psoas Major und M.Iliacus
- M.Sartorius
- M.Quadriceps Femoris bestehend aus M.Rectus Femoris M.Vastus Lateralis M.Vastus Intermedius und M.Vastus Medialis
- M.Triceps Surae bestehend aus M.Gastrocnemius und M.Soleus
- M.Fibularis
