Kyo & Jitsu
Kyo und Jitsu sind quantitative Mehrmale.
Sie beziehen sich auf die Stärke und Intensität von Qi.
Oft liegt einem Jitsu Zustand ein Kyo Zustand zu Grunde. Im Körper treten beide Zustände mit einem variierenden Zustand der Stagnation auf. Idealerweise ist ein Energiezustand in Balance, zwischen Kyo und Jitsu schwingend.
"Die kapitalistische Leistungsgesellschaft glorifiziert das Jitsu des Yang."
Zyklus
Eine Amöbe schwimmt umgeben von Plankton in einem ausgeglichenen Zustand. Langsam entwickelt sie Hunger - ein Mangel der als Kyo zu beschreiben ist. Aus dem Zustand des Mangels tritt die Aktion, oder das Jitsu hervor: sie entwickelt kleine Füßchen (Pseudopoden) und beginnt damit Plankton zu umschließen. Sobald das Planton völlig umschlossen ist, wird es in der Amöbe aufgenommen und verdaut. Der Hunger ist gestillt und das Jitsu wandelt sich in einen Zustand des Ausgleichs.
Merkmale
| Kyo | Jitsu |
|---|---|
| Ursprung | Ausgleich |
| Leer | Voll |
| Kraftlos | Wiederstand |
| Verborgen | Auffällig |
| Streben | Erfolg |
| Unbefriedigt | Handelnd |
| Tief | Oberflächlich |

Techniken zum Ausgleich
| Technik | Was | Wie |
|---|---|---|
| Tonisieren | Aufbauen, Beleben | langsamer, senkrechter Druck, Kyo wird aufgebaut |
| Sedieren | Abbauen | oberflächlicher Druck, Streichen, Jitsu wird abgebaut |
| Umleiten | Tonisieren & Sedieren | eine Hand baut Kyo auf, andere leitet Jitsu ab |
| Zerstreuen | blockiertes Qi verstreuen | Schütteln, Klopfen, Streichen, etc. |